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Allerheiligenlauf

wn2Wächst da etwas ein neues Lauftalent heran? Sie kann erst seit September gehen – hat aber schon ihren ersten Volkslauf hinter sich gebracht. Mit gut 16 Monaten war Leni Wallrafen am Samstag wohl die jüngste Teilnehmerin am 30. Allerheiligenlauf.

Auch wenn Mama und Papa noch ein bisschen nachhelfen mussten und unterwegs eine Stärkung aus der Flasche nötig war: Leni meisterte die 250 Meter beim Bambinilauf von der Kirche bis ins Ziel nahe der Kardinal-von-Galen-Gesamtschule souverän.

Ferdi Postert, 80 Jahre alt, hat seine Laufkarriere nun hinter sich. Seinen allerersten Wettkampf bestritt der Läufer aus Hiltrup im Jahr 1996 beim Allerheiligenlauf in Nordwalde. Noch in diesem Jahr, so sein Vorsatz, hängt er die Laufschuhe an den Nagel. Sein letztes Rennen bestritt er am Samstag, na klar, ebenfalls beim Allerheiligenlauf. Als ältester Starter wurde er nur noch von Helga Rauch, 83 Jahre alt, aus Altenberge übertroffen. Sie ging als Walkerin ins Rennen.

Es sind Anekdoten wie diese, die den Allerheiligenlauf in Nordwalde Jahr für Jahr zu einer Attraktion machen. Und das nun schon seit 30 Jahren. „Eine echte Erfolgsgeschichte“, auf die Christoph Blickberndt als Zweiter Vorsitzender des SCN natürlich stolz ist. Fast ein Jahr lang haben er und sein Team in die Vorbereitung investiert. Gut 100 Helfer waren am Samstag im Einsatz: als Streckenposten, Zeitnehmer, in der EDV, hinter der Kuchentheke oder als Sanitäter. Blickberndt: „Wir sind ein super eingespieltes Team.“

Und dieses Team hatte nicht nur die sieben Starts organisiert, sondern auch ein riesiges Rahmenprogramm. Die Trommlergruppe „Samba Pa Tu“ heizte Sportlern und Zuschauern im Zielbereich ein. Ein Zirkuskünstler verzückte die ganz Kleinen in der Turnhalle. Vom SCN unterhielten Showboxer und Leistungsturnerinnen die Zuschauer. Der strahlende Sonnenschein lockte Massen von ihnen an die Strecke.

Der Erlös aus Startgeldern und Kuchentheke kommt auch in diesem Jahr wieder einem karitativen Zweck zu gute: Der Verein Offene Ganztagsschule, der an beiden Grundschulen aktiv ist, sowie der Freundeskreis Ghana der St.-Dionysius-Gemeinde teilen sich die Spende.

 

wn2Christoph Blickberndt war schon ganz aufgeregt. „Die bricht den Streckenrekord, die macht es, die knackt die 34!“, murmelte der Zweite Vorsitzende des SC Nordwalde beständig vor „Die“, damit war respektvoll Aynenesh Manasebo gemeint. Die 21 Jahre alte Läuferin aus Äthiopien hatte sich erst kurz vor dem Start noch für den Zehn-Kilometer-Hauptlauf angemeldet und anschließend über ihr Management verlauten lassen, sie wolle die amtlich vermessene Strecke in etwa 34 Minuten bewältigen.

Das hätte einen neuen Streckenrekord bedeutet. Als bislang schnellste Frau war Claudia Lokar vom TuS Sythen 2008 nach nur 35:22 Minuten ins Ziel gelaufen.

Die Überraschung blieb aus. Mit einer Zeit von 36:11 Minuten verfehlte die 21-Jährige die Bestzeit letztendlich deutlich. Vermutlich war sie zu schnell ins Rennen gestartet, sodass ihr am Ende die Kräfte ausgingen. Nichtsdestotrotz ist das „Kritik“ auf ganz hohem Niveau. Denn Manasebo dominierte ihre Konkurrentinnen trotzdem nach Belieben und kam fast dreieinhalb Minuten vor Melanie Auffenberg (SC Altenrheine) und Nele Krautwald (Rheine) ins Ziel. Über eine Distanz von zehn Kilometer bedeuten dreieinhalb Minuten Welten.

Bei den Männern ergab sich ein ähnliches Bild. Kein neuer Streckenrekord, aber ein überlegener Sieger: Michael Ruhe aus Dortmund benötigte lediglich 33:51 Minuten – ein klassischer Start-Ziel-Sieg. „Es war ein bisschen schade, dass ich vorne ganz alleine laufen musste“, sagte der 27-Jährige, „sonst wäre vielleicht eine noch schnellere Zeit drin gewesen. Aber unter den Umständen bin ich doch ganz zufrieden mit meinem Rennen.“

Gunnar Isensee aus Wolfenbüttel und Günther Thünemann (LG Emsdetten) folgten ihm nach knapp vier bzw. viereinhalb Minuten ins Ziel.

Vorjahressieger Philipp Beckmann war wider Erwarten doch nicht an den Start gegangen. Als bester Nordwalder landete Stephan Herbert (40:45 Minuten) auf Rang 15, auch bei den Frauen schaffte es niemand aus Nordwalde in die Top Ten.

Den Fünf-Kilometer-Jedermannlauf gewann Lars Oelgemöller vom TV Mettingen in einer Zeit von 17:40 Minuten, als erste Frau lief Johanna Rellensmann (LSF Münster) nach genau 18 Minuten ins Ziel.

Zuvor waren schon die Kinder über einen (Jahrgänge 2004 und jünger) beziehungsweise zwei Kilometer (Jahrgänge 2000 bis 2004) an den Start gegangen. Insgesamt nahmen gut 1000 Läufer am 30. Allerheiligenlauf teil, deutlich mehr als von den Organisatoren erwartet. Trotz Herbstferien hatte das goldene Herbstwetter offenbar noch kurzfristig viele Läufer angelockt.

 

Parkmöglichkeiten beim AllerheiligenlaufParkmöglichkeiten

Folgende Gegenstände sind beim Allerheiligenlauf liegen geblieben:

2017: Eine schwarze Jacke
2015: Eine schwarze Jacke
2015: Eine Trainingshose
2015: Eine Kindermütze
2014: Zwei Kinderjacken
2014: Eine Weste

 

Die Fundsachen liegen bei Gottfried Grond, Fürstengrund 37, Nordwalde, Tel. 02573 2532

Allerheiligenlauf

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