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Nordwalde - 

Als Dirk Kellner vom LT Dormagen seinen Streckenrekord beim Nordwalder Allerheiligenlauf aufstellte, war in den Kinos der erste Teil von „Jurassic Park“ zu sehen, in den Charts lief „I will always love you“ von Whitney Houston und der Schreiber dieser Zeilen war noch nicht geboren.

Von Jan Gudorf
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Als Dirk Kellner vom LT Dormagen seinen Streckenrekord beim Nordwalder Allerheiligenlauf aufstellte, war in den Kinos der erste Teil von „Jurassic Park“ zu sehen, in den Charts lief „I will always love you“ von Whitney Houston und der Schreiber dieser Zeilen war noch nicht geboren. 1993 war das. Seitdem mühten sich tausende mehr oder minder ambitionierte Sportler vergeblich, Kellners Zeit von 31:39 Minuten über die zehn Kilometer zu unterbieten. Am Samstag, 23 Jahre später, war es soweit.

Exakt nach 31:14,9 Minuten überquerte Stefan Koch bei der 33. Ausgabe der Traditionsveranstaltung die Ziellinie. Damit unterbot der 32-Jährige die bisherige Bestmarke um gut 24 Sekunden. Dabei war dies gar nicht seine Intention: „Ich wollte den Lauf zur Vorbereitung auf die kommende Saison nutzen. Der Rekord hat sich so ergeben“, sagte der gebürtige Rheinenser, der eine Zeit lang auch beim TB Burgsteinfurt aktiv war. Seit 2012 geht der Langstreckenläufer, bereits mehrfacher Deutscher Meister über die Halbmarathon- und Marathondistanz, für den TUSEM Essen an den Start.

Zur Halbzeit des Rennens sah es nicht nach einem neuen Rekord aus. Nach 16:10 Minuten beendete Koch seine erste Runde. Im zweiten Umlauf zog er das Tempo deutlich an und ließ sich auch von den vielen Überrundungen nicht aufhalten. „Das war kein Problem“, so Koch, der sich zur Belohnung über eine Prämie von 100 Euro freuen durfte.

Sein Sieg stand nie in Frage. Am Ende waren es fünfeinhalb Minuten Vorsprung auf den Zweitplatzierten Tobias Löbbert vom gastgebenden SC Nordwalde, der sich nach Platz vier im Vorjahr nun auf dem Podest wiederfand. „So alleine zu laufen, war ganz schön anstrengend. Aber ich bin sehr zufrieden“, sagte Löbbert, der 32 Sekunden vor Michael Machill (LSF Münster) ins Ziel kam.

Auch bei den Damen stand eine Rheinenserin ganz oben auf dem Treppchen. Melanie Auffenberg vom SC Altenrheine benötigte 39:58 Minuten. „Die Strecke ist mit ihren vielen Kurven und den langgezogenen Anstiegen sehr anspruchsvoll“, erklärte Auffenberg, die ihr Ziel, unter 40 Minuten zu bleiben, dennoch erreichte. Ihr folgten Petra Rüdebusch (LSF Münster, +2:22 Minuten) und Lena Teutemacher (LG Emsdetten, +4:01 Minuten) auf den Plätzen zwei und drei.

Auf der halben Distanz trumpften vor allem die Jüngeren groß auf. Michael Sperver (Jahrgang 1990) siegte in einer Zeit von 17:26 Minuten. Die erst 12-jährige Sina Rapien vom VfL Gladbeck benötigte für die fünf Kilometer als schnellste Frau 20:14 Minuten.

Für die vielen Schüler und Bambini, die ihre Sportlichkeit in separaten Läufen ebenfalls bewiesen, gab es in der Bewegungslandschaft und der Hüpfburg die Gelegenheit, die verbliebenen Kraftreserven aufzubrauchen. Alternativ konnten sie den Klängen des Gitarrenduos „SMS“ lauschen. Die Teilnehmerzahl von 900 war zwar niedriger als im Vorjahr, als die Tausendermarke geknackt worden war, lag aber immer noch im hohen Bereich. Der Reinerlös der Veranstaltung ist für gemeinnützige Zwecke bestimmt.

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